GROSSE SÄLE

Vernissage, Donnerstag, 14. November, 19:00 Uhr, Ausstellung zu sehen bis 19. 12. 2019

Mitglieder zeigen ihre Werke aus dem Jahr 2019

85 Mitglieder stellen ihre Werke in den Großen Sälen des Kunstvereins aus.
Foto©russwurm-photo

Liste der KünstlerInnen

Niclas Anatol, Eva Asaad, Ute Aschbacher,
Michael Bachhofer, Marianne Bähr, Wilhelm Bähr,
Bella Ban, Helmut Bleiberschnig, Karl Brandstätter,
Evelin Breschan, CAROLINE, Wolfgang Daborer,
Günter Egger, Josef Enz, Barbara Essl,
Gernot Fischer-Kondratovitch, Sigrid Friedmann,
Barbara Gelautz, Wolfgang Grossl,
Waltraut Heffermann, Karin Herzele,
Joachim Hoffmann, Sonja Hollauf, Liane Holzfeind,
David Holzinger, Irmgard Hummitzsch,
Christine Huss, JACOPYI, Gustav Januš,
Gabriela Jost, Richard Kaplenig, Hanno Kautz,
Monika Kircher, Andres Klimbacher, Renate Krammer,
Brigitte Kranz, Rudolf Krieger, Zorka L-Weiss,
Marlies Liekfeld-Rapetti, Ina Loitzl,
Helmut Machhammer, Peter Mahler, Heide Maibach,
Burgi Maierhofer, Franz Moro, Heinz Möseneder,
Marianne Oberwelz, Burgis Paier, Gert Pallier,
Astrid Pazelt, Johannes Plank, Ulrich Plieschnig,
Franz Politzer, Arno Popotnig, Erwin Posarnig,
Tanja Prušnik, Heimo Raab, Ina Riegler,
Thomas Riess, Rosa Roedelius, Ralf Röll,
Egon Rubin, Karin Rupacher, Sissi Schupp,
Wolfgang Semmelrock, Michael Seyer, Erika Seywald,
Jehona Shaquiri-Petritz, Stella Antares – vormals Dolores XT, Larissa Tomassetti, Friedrich J. Tragauer, Petra Treffner, Inge Vavra, Markus Wagenhofer,
Petar Waldegg, Wolfgang Walkensteiner,
Elisabeth Wedenig, Gertrud Weiss-Richter,
Rupert Wenzel, Anita Wiegele,
Johann Wieltschnig-Holzfeind,
Heliane Wiesauer-Reiterer,
Wolfgang Wohlfahrt, Rainer Wulz, Ronald Zechner

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Heliane Wiesauer-Reiterer, Wald , Fotografie 2005

Vernissage am Donnerstag, 12. September, 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer 13/9–31/10/2019

KAMBIUMKUNST MUSS WACHSEN 

40 Mitglieder des Kunstvereins Kärnten stellen aus:

Eva Asaad, Birgit Bachmann, Ulrike Bernhard, CAROLINE, Christine De Pauli, Othmar Eder, Sigrid Friedmann, Simon Goritschnig, Wolfgang Grossl, Armin Guerino, Karin Herzele, Joachim Hoffmann, Liane Holzfeind, Irmgard Hummitzsch, Christine Huss, JACOPYI, Ulrich Kaufmann, Monika Kircher, Gunda König, Markus Korn, Renate Krammer, Brigitte Kranz, Marie Lenoble, Marlies Liekfeld-Rapetti, Melitta Moschik, Birgit Pleschberger, Arno Popotnig, Tanja Prušnik, Rosa Roedelius, Kurt Spitaler, Larissa Tomassetti, Petra Tragauer, Petra Treffner, Wolfgang Walkensteiner, Gertrud Weiss-Richter, Rupert Wenzel, Anita Wiegele, Johann Wieltschnig-Holzfeind, Heliane Wiesauer-ReitererRainer Wulz


Kuratiert von Ingeborg Kofler und Andres Klimbacher

Beiheft zum Blättern:

2019_KKKK_kabmium-2019-08-13-Druck-compressed

Foto©russwurm-photo

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KUNST AUD DER KISTE

in Kooperation mit dem verein {kunstwerk} Krastal

28. Juni bis 9. August 2019 im Künstlerhaus

Anatol Niclas
Clay James
Egartner Romana
Friedmann Sigrid
Inger Erika
Kaufmann Ulrich
Klimbacher Andres
Machhamer Helmut
Markota Jure
Nepo-Stieldorf Gabriela
Reinthaler Arnold
Roedelius Rosa
Sasshofer Brigitte
Schäfer Heike
Schellander Meina
Schurz Peter H.
Seibald Max M.
Straszer Egon und Seibetseder Wilhelm
Vavra Inge
Wiesauer – Reiterer Heliane
Wilfing Markus
Wohlfahrt Wolfgang
Woschitz Alfred

Begleitheft zum Blättern: KUNST AUS DER KISTE

20190604_KKKK_kiste

Sprachbox von Alfred Woschitz, Performance Josef KA Video Chris Haderer

James Clay
Vernissage Foto Chris Haderer

Meina Schellander beim Aufbau, Foto russwurm-photo

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9. Mai bis 15. Juni: Ausstellung OBERFLÄCHLICH

Foto©russwurm-photo
KünstlerInnen v.OBERFLÄCHLICH & SCHLAF WANDEL, Foto©russwurm-photo
Foto© u. kaufmann & s. friedmann

Begleitheft zum umblättern:

20190410_KKKK_Oberflächlich

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alle Künstler*innen der Ausstellung DAS NEUE LEBEN ©russwurm-photo.com

Vernissage am Donnerstag, 28. März 19:00 Uhr

DAS NEUE LEBEN

„Rund 200 Jahre nach der Industriellen Revolution bewirkt die Digitale Revolution einen radikalen Wandel: Technologisierung, Social Media, Robotics, Informations- und Kommunikationstechnologie verändern die Arbeits- und Lebenswelt, unser Kommunikations- und Sozialverhalten.

In der Kunstwelt zeigt sich die Tendenz verstärkt die Sinne anzuregen, Natur und natürliche Materialien in die Kunst zurück zu bringen, den Körper zu spüren und feinfühlig-sinnlich auf den Umraum zu reagieren. Gesellschaftspolitische Fragestellungen der Kunst und konzeptuelle Ansätze, die Phänomene der Zeit hinterfragen, sind wichtig. Dazu braucht es einen gefühlsbetonten, aufmerksamen Zugang zum Körper, zur Natur und all dem, was uns umgibt.  Aber auch den Zugang, das Fremde in der Natur wahrzunehmen, sie nachzuahmen oder sich auf sie einzulassen.“ 

Nora Leitgeb, Kuratorin.

Die beteiligten KünstlerInnen: 

Aljoscha, Vooria Aria, Romana Egartner, Sandra Man + Moritz Majce, Igor Oleinikov, Lucia Papčová, Marie Schoberleitner, Katharina Steiner, Inge Vavra.

https://www.kunstvereinkaernten.at/aktuell.html

Zur Ausstellung erscheint ein kostenloses Begleitheft.

„Die ausgestellten Arbeiten spiegeln einen aufmerksamen Zugang zum Körper, zur Natur und zu all dem, was uns umgibt, wider. Sie reagieren auf die Jugendstilräume, sie bringen Landschaft und Natur mit dem Körper in Beziehung, thematisieren gesellschafts­politische Prozesse und persönliche Lebenssituationen. Dabei verzichten die Künstler und Künstlerinnen in der eigenen Arbeitsweise nicht auf neue Technologien, Materialien oder Präsentationsmöglichkeiten, im Gegenteil, sie nutzen diese sehr durchdacht und präzise. Die einzelnen Arbeiten – Installationen, Videos, Zeichnungen, In situ Arbeiten, Malereien und Fotografien – werden zueinander in Beziehung gesetzt, formale wie inhaltliche Muster ergänzen sich. Die Kunst reflektiert das uns Umgebende, wird deshalb auch räumlich gedacht und füllt die Jugendstil-Architektur des Künstlerhauses mit neuem Leben.“

Aus dem Begleitheft, Nora Leitgeb, Kuratori

20190312_KKKK_DasNeueLeben-CC2017

 

 

 

GESTEIN – Soil, Sediment, Stone

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 GESTEIN

Nadja Frank, Markus Guschelbauer, Pia Matthes, Silvia Noronha, Arne Schmitt, Wang Sishun, Irina Valkova, Inge Vavra,Nico Joana Weber

Gesteine werden, obwohl sie einen Großteil unserer Erdoberfläche formen, häufig als unscheinbare und leblose Gefüge wahrgenommen. Einen großen Anteil der Gesteine bilden Minerale, die kristalline chemische Verbindungen sind. Zum einen legen

sie den Grundsein für Leben auf der Erde, zum anderen spielen sie eine wesentliche Rolle bei der Entstehung moderner Gesellschaften. Diese in Felsen und Böden enthaltenen Elemente und Verbindungen besitzen spezifische chemische und physikalische Eigenschaften, die u.a. zur Beschleunigung technischer Geräte oder für die Stabilität im Städtebau eingesetzt werden.

Zugleich dient der Boden, besonders gebirgige Strukturen,
als Archiv umweltlicher Prozesse. Die Sedimente und Mineralien, die sich dort über Jahrhunderte ablagern, sind stille Zeugen materieller und geologischer Veränderungen.

Umgeben von den österreichisch-slowenisch-italienischen Alpen – einer enormen Gesteins-Dichte – setzt sich die Ausstellung GESTEIN – Soil, Sediment, Stone im Kunstverein Kärnten mit
den geologisch-petrologischen Eigenschaften unserer Erde auseinander. Sie eröffnet neue Perspektiven auf den Boden, auf dem wir uns bewegen, zu den Gebirgen, die uns umgeben, und gibt spekulative Aussichten darauf, wie Sedimentgesteine aus

dem Jetzt in der Zukunft aussehen könnten.

An zahlreichen Punkten der Ausstellung werden naturwissen- schaftliche Bezüge hergestellt, die sich gleichzeitig anhand philosophischer Gesichtspunkte hinterfragen und erweitern lassen – so zum Beispiel im Smithson’schen Sinne des „durch die Erde Denkens“ oder der Ablagerung und Akkumulation von Wissen.

Die in GESTEIN gezeigten Positionen setzen sich auf vielfältige Weise mit den Themen Gestein, Mineralien, Böden, Erde, Gebirge und Sediment auseinander. Blicke ins Innere der scheinbar leblosen Objekte zeigen eine Vielfalt an bunt-funkelnden Elementen, die jedes für sich Teil des irdischen Ökosystems sind. Es zeigt
sich das Gebirge als Sinnbild materieller Anhäufung von gesellschaftlichen Produktionsgütern, während Makroaufnahmen von Gebirgen, Querschnitte von Felsgestein oder Panoramaaufnahmen symbiotischer Alpen-Gebilde den Maßstab zum Grund und Boden, auf dem wir wandeln, ein Stück weiter in ungewohnte Bereiche der Wahrnehmung verschieben.

Die nähere Betrachtung und Hinwendung zu Gesteinsobjekten zeigt, dass sie nicht nur materielle Träger von organischen und anorganischen Spezies sind, sondern auch wichtiger Bestandteil von kultureller, ästhetischer Praxis und ideologischer Überhöhung. Als Schmuckstein oder zu skulpturalen Formen gehauen, nehmen Steine historisch gesehen eine beispiellose Rolle innerhalb vieler Kulturen ein.

Das vielschichtige Ineinanderwirken von Gestein, Erde und Mensch führt über die Idealisierung jedoch auch zur industriellen Ausreizung natürlicher Rohstoff-Quellen, zu Umweltkatastrophen und schließlich zu der Frage, wie zukünftige Gesteine aussehen werden, wenn die Erdoberfläche durch menschliche Produktionsprozesse zunehmend verändert wird. Die Ausstellung gewährt hier Einblicke in mögliche zukünftige Gesteinswissenschaften ebenso wie in spekulative Archäologie, die nicht mehr von der Bestandsaufnahme natürlicher Proben, sondern von menschlichen Hinterlassenschaften geprägt ist – einer Steinwerdung anthropogener Prozesse. So entsteht eine Rückkopplung menschlich-produzierter Materialien auf Erde und Böden, die neue Symbiosen und Formgebung erlaubt.

Evolutionswissenschaftlich wird angenommen, dass nur durch
die Reaktion mit organischen – tierlichen – Spezies eine so hohe Vielfalt an Mineralien entstehen konnte. Im Gegensatz dazu tragen die Kristalle zur Entwicklung von lebenden Organismen, Pflanzen, Tieren und, in der heutigen Zeit, auch zu technischem Fortschritt bei. In GESTEIN lässt sich dies auch in den Exponaten der mineralo- gischen Sammlung des Landesmuseums Kärnten erkunden, die sowohl lokale Gesteinsproben enthalten, als auch Mineralien, die durch industrielle Produktion teils unbemerkt Einzug in unser aller tägliches Leben gefunden haben.

Judith Heßler und Inka Lusis (Kuratorinnen)

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1 – Robert Smithson: A Sedimentation of the Mind: Earth Projects (1968). In: Klingan, Sepahvand, Rosol, Scherer: Textures of the Anthropocene:

KKKK-Heft-Gestein-Archiv

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